BIOS Update für PC (i386)
Das ist schon ärgerlich. Da besorgt man sich ein älteres Mainboard und möchte daran neuere Hardware anschließen. In diesem Fall betrifft das eine moderne Festplatte mit Standard IDE Interface. Und dann passiert dies: Die Festplatte wird vom System nicht erkannt. Also werden erst mal alle Einstellungen der Festplatte probiert. Fehlanzeige! In einem solchen Fall lohnt sich eventuell das Update des BIOS auf dem Motherboard. Aber auch hier gelten die Wege nach Rom, viele Wege führen dorthin. Ich bevorzuge, wenn möglich, das Update des BIOS von der DOS-Ebene aus. Hier nun einige Hinweise zum Durchführen eines BIOS Update (bitte unbedingt die Angaben des Herstellers beachten). Ich übernehme keine Haftung für eventuelle Schäden an der Hard- und Software.
1. Identifizieren des vorhandenen Motherboards
Welches Motherboard verwendet wird kann man unter anderem aus der Dokumentation zu selbigem erkennen. Ich persönlich sehe lieber genau nach was ich vor mir habe. Der Typ des Board sollte auf diesem in Form eines Aufdrucks erkennbar sein. Auch beim Starten des Rechners wird dieses in den meisten Fällen angezeigt. Es hat sich jedoch eingebürgert mit einem Riesenlogo (z.B. des OEM Händlers) zu starten. Dies kann man im BIOS wohl abschalten, aber deshalb der direkte Blick aufs Board.
2. Download der benötigten aktuellen Firmware
Aktuell ist hierbei natürlich nicht das derzeitige Datum sondern vielmehr der möglichst neueste Entwicklungsstand der BIOS Software. Für ein Board welches im Jahr 2000 hergestellt wurde findet man wohl kaum noch eine Firmware mit Stand 2005. Die heruntergeladenen Dateien sollten in den meisten Fällen wohl noch mit einem Standardpacker entpackt werden. Und an dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Sollten eine oder mehrere Textdateien mitgeliefert werden bitte richtig durchlesen!
3. Erstellen einer Bootdiskette
Für denjenigen der noch eine ältere DOS Version besitzt sollte das kein Problem sein. Er besitzt bereits eine solche (erste Diskette des DOS Systems). Unter XP kann man sich eine Bootdiskette recht einfach erstellen. Bootdiskettenabbilder können auch von diversen Quellen aus dem Internet besorgt werden. Quellenangaben werde ich an dieser Stelle nicht machen.
4. Kopieren der benötigten Dateien auf die Bootdiskette
Nun mag der ein oder andere sagen, die Diskette ist voll. Das kann durchaus sein. Aber für diesen Einsatzzweck sind nicht alle auf der Bootdiskette vorhandenen Dateien notwendig. Unter MS DOS 5.0 zum Beispiel werden eigentlich nur die Dateien io.sys, msdos.sys und command.com benötigt (.sys Dateien werden standardmäßig nicht von Dateimanagern angezeigt). Die bereits entpackten Dateien zum Update des BIOS werden nun auf diese Startdiskette kopiert.
5. Starten des Rechners mit eingelegter Startdiskette
Aus Performancegründen stellt man sich oftmals eine Startreihenfolge ein, die nicht von Diskette bootet. In einem solchen Fall muss das BIOS entsprechend umgestellt werden. Als erstes startbares Gerät wird dabei die Diskette (Laufwerk A) eingestellt.
6. BIOS updaten
Diesen Schritt kann ich hier nicht weiter ausführen. Die Prozeduren zum Update sind von Hersteller zu Hersteller und Version zu Version unterschiedlich. Deshalb noch einmal der Hiweis auf die Herstellerinformationen: Unbedingt lesen und beachten!
Ich würde empfehlen eine Sicherung des vorhanden BIOS vorzunehmen, wenn möglich. Hier noch ein kleiner aber wichtiger Hinweis: Das Update des BIOS sollte nicht unterbrochen werden. Das kann schon mal einige Minuten dauern.
7. Neustart des Rechners
Die meisten BIOS Hersteller möchten einen Neustart des Rechners mit anschließender Einstellung des BIOS auf die Werkseinstellungen. Dies ist durchaus sinnvoll.
8. Und nun mal sehen ob alles funktioniert
In diesem Fall sollte die neue Festplatte korrekt erkannt werden.
Auch wenn ich mich wiederhole: Bitte unbedingt die Angaben der Hersteller beachten!